Krebsgeschwülste an der Leber lassen sich nach einer Studie der Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) mit einem speziellen Ultraschallverfahren oft besser feststellen als mit anderen Untersuchungsmethoden. Bei Leberkrebs könne häufig auf eine Computertomographie (CT) mit Röntgenstrahlen verzichtet werden, meint die Gesellschaft.
In der DEGUM-Studie wurden 73 Krebspatienten mit einem herkömmlichen Ultraschallgerät, per CT und mit einem Kontrastmittel-Ultraschall untersucht. Mit dem speziellen Ultraschall, bei dem die Patienten vorab ein Kontrastmittel injiziert bekommen haben, entdeckten die Ärzte 169 bösartige Tumore, mit einer CT 158 und mit einem normalen Ultraschallgerät 117.
Mit dem neuesten Ultraschallgerät gelang es, selbst sehr kleine und noch unauffällige Tumoren in der Leber zu identifizieren", erläuterte DEGUM-Präsident Prof. Michael Gebel. 47 Prozent der Geschwülste seien kleiner als zwei Zentimeter gewesen. Die frühe Entdeckung der Tumore verbessere die Behandlungsaussichten und sei daher besonders wichtig.