Zunächst kein endgültiges Ergebnis zu Tod des krebskranken Dominik
- Feingewebliche Untersuchung soll Todesursache klären
Die Obduktion der Leiche des krebskranken Dominik aus Rheinland-Pfalz hat bislang noch keinen endgültigen Aufschluss über die Todesursache gebracht. Wie die Staatsanwaltschaft Koblenz am Freitag mitteilte, müssen zunächst noch die Ergebnisse der feingeweblichen Untersuchung von Organteilen abgewartet werden. Die Obduktion am Institut für Rechtsmedizin der Universität Mainz habe allerdings bestätigt, dass der Neunjährige an einem Tumor litt, der die Brustorgane in ihrer Funktion beeinträchtigt habe. Eine Blutung in die Körperhöhlen konnte dem ersten Befund zufolge nicht nachgewiesen werden.
Die Eltern von Dominik hatten Medienbeerichten zufolge eine Chemotherapie abgebrochen und sich für die umstrittene Zellvitalstoff-Therapie von Matthias Rath entschieden. Sie brachten den Jungen demnach in eine Klinik in Mexiko, wo er am 1. November starb. Die Staatsanwaltschaft leitete ein so genanntes Todesermittlungsverfahren ein und übernahm nach der Rückkehr nach Deutschland noch auf dem Flughafen Frankfurt die Leiche. Das Verfahren soll zunächst klären, ob der Neunjährige hätte geheilt werden können. Mit einem endgültigen Ergebnis der Untersuchungen ist laut Staatsanwaltschaft kurzfristig nicht zu rechnen.
Der in medizinischen Kreisen stark umstrittene Matthias Rath bestreitet, dass Dominik an der Krebskrankheit und einer Lungenmetastase gestorben ist. Er macht vielmehr eine "Serie von ärztlichen Kunstfehlern" dafür verantwortlich.
Dies habe dazu geführt, dass ein riesiger Bluterguss den gesamten linken Brustraum ausfüllte und immer mehr auf Herz und Lunge drückte, heißt es auf der Internetseite von Rath.