|
Visitenkarte | Über
uns | Lageplan | Patienteninfo
Von
der Aufnahme bis zur Entlassung | So
erreichen Sie uns
Über
uns
Scientiae – Humanitati – Patriae
Das nördlichste der acht verbliebenen Bundeswehrkrankenhäuser blickt
auf eine über 65jährige wechselvolle Geschichte als Krankenhaus unter
verschiedenen Trägerschaften und Zuständigkeiten zurück. Am 24.
Februar 1958 wurde das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg als Bundeswehrlazarett
aus der Taufe gehoben.
Eigentlich war es eine "Wiedertaufe", denn am 04. August 1937 war
das Haus nach 1 1/2 jähriger Bauzeit eingeweiht und seiner Bestimmung als
Standortlazarett des Heeres übergehen worden. Es war damals mit 432 Betten
das größte Lazarett der ehemaligen Wehrmacht. Während des 2.
Weltkrieges als Reservelazarett genutzt, war es zeitweise mit bis zu 1.200 Patienten
belegt. Bombentreffer beschädigten 1943 das Lazarett schwer, es blieb aber
funktionsfähig.
Nach
Kriegsende nutzte das britische Militär das Haus als Militärhospital
für über fünf Jahre, nur kurz unterbrochen durch eine Verwendung
als Teil des nahegelegenen Allgemeinen Krankenhauses Barmbek. Mit der Übernahme
der Verantwortung für das Haus durch die Bundeswehr, am oben genannten
Datum zu einem Bundeswehrlazarett geworden, wurden gemäß des Begriffes
"Lazarett" zunächst nur Soldatenpatienten behandelt.
Nach Durchführung einiger Erweiterungen wurde es schließlich am 01.
Oktober 1969 in ein Bundeswehrkrankenhaus umbenannt und gleichzeitig für
die Behandlung von Zivilpatienten geöffnet. Die damals angestrebte Zahl
von 475 Betten wurde nie erreicht, heute präsentiert sich das Bundeswehrkrankenhaus
mit 305 Betten als viertgrößtes Krankenhaus des Zentralen Sanitätsdienstes
mit dem klassischen Aufbau eines Krankenhauses der Regelversorgung.
Der Ausbildungsauftrag für ärztliches und nichtärztliches Sanitätspersonal
sowie der Behandlungsauftrag für Soldaten der Bundeswehr im Bereich des
SanKdo I, für Soldaten anderer Staaten und für Zivilpersonen wird
in allen Aspekten erfüllt. Mit dem Angebot der Abteilungen und fachärztlichen
Untersuchungsstellen Innere Medizin, Chirurgie, Dermatologie/Venerologie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde,Neurologie/Psychiatrie,
Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Orthopädie und Urologie verfügt das
Haus über ein für seine Größe selten breites Spektrum.
Darüber hinaus gibt es eine fachärztliche Untersuchungsstelle Augenheilkunde
und ein fachzahnärztliches Zentrum. Die Radiologische Abteilung mit einem
Computer- und Kernspintomographen sowie digitaler Radiografie, das klinische
Labor, die Anästhesieabteilung mit einer Intensivstation mit 10 interdisziplinären
Betten sowie die Krankenhausapotheke stehen allen Abteilungen des Krankenhauses
zur Verfügung.
Als einzigem Bundeswehrkrankenhaus wurden dem Bundeswehrkrankenhaus Hamburg
drei Facharztzentren, quasi poliklinische Außenstellen, mit Sitz in Hannover,
Neustadt-Glewe und Kiel-Kronshagen, letzteres mit zusätzlich großer
Bundeswehrapotheke, unterstellt.
Mit Mutterhaus und Facharztzentren zusammen stellt das Bundeswehrkrankenhaus
Hamburg den wehrmedizinischklinischen Schwerpunkt des Nordens dar.
In immer größerer Anzahl werden in der Chirurgie neben der Behandlung
von Verletzungen zunehmend auch große Operationen an Bauchorganen und
Lunge durchgeführt. Mit der erfolgreichen Behandlung von urologischen Tumoren,
insbesondere von Hodentumoren, hat die Abteilung Urologie einen Schwerpunkt,
der das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg überregional bekannt gemacht hat
und auch Patienten aus anderen Teilen der Bundesrepublik Deutschland nach Hamburg
führt. Eine weitere Besonderheit stellen die 10 Betten der Klimatherapeutischen
Außenstelle in Westerland/Sylt dar, die von der Dermatologie betreut werden.
Viele Patienten der Bundeswehr konnten von dieser einmaligen therapeutischen
Möglichkeit im Reizklima der Nordsee bereits profitieren.
Die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie ist auf Grund ihrer Erfolge in der operativen
Tumorbehandlung, bei der Implantologie und der Behandlung von Verletzungen
im Gesichtsbereich ebenfalls weit über die Grenzen Hamburgs bekannt und führt
zur Aufnahme von Patienten aus dem gesamten norddeutschen
Raum.
Ein weiterer Schwerpunkt des Bundeswehrkrankenhauses
Hamburg hat sich insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Zahl von Auslandseinsätzen
der Bundeswehr als zwingend erforderlich erwiesen. In der Abteilung Neurologie/Psychiatrie
werden mit großem Erfolg psychotherapeutische Verfahren bei Patienten
nach starken psychischen Belastungsstörungen angewandt. Dieser Bereich
der sogenannten Psychotraumatologie wendet sich Soldaten zu, die mit schrecklichen
Erlebnissen und Erfahrungen aus den Auslandseinsätzen nur schlecht zurechtkommen.
Durch die angewandten Therapieverfahren gelingt es, den Soldaten die Verarbeitung
und den Umgang mit ihren Erlebnissen aus den Auslandseinsätzen zu erleichtern
und eine dauerhafte Störung zu vermeiden.
Im Stadtstaat Hamburg nimmt das Bundeswehrkrankenhaus,
obwohl nur eines von 48 Krankenhäusern in der Metropolregion, einen festen,
unverwechselbaren und unverzichtbaren Platz im Gesamtgefüge des Gesundheitswesens
ein und leistet einen nicht unerheblichen Beitrag im Rahmen des medizinischen
Versorgungsauftrages der Freien und Hansestadt Hamburg.
Für die stationäre Versorgung ziviler Patienten
sind im Krankenhausplan Hamburgs 44 Betten vorgesehen, die von den zivilen Patienten
sehr gerne in Anspruch genommen werden. Von herausragender Bedeutung für
die gesamte Region ist das Rettungszentrum der Abteilung Anästhesie, und
das nicht erst seit den Tagen der Fernsehsendung "Rettungsflieger".
Ob Rettungshubschrauber oder Notarztwagen, so mancher Bürger in und um
Hamburg herum verdankt sein Leben einem der annähernd 100.000 Einsätze
der Rettungsteams, die seit der Gründung des Rettungszentrums vor 30 Jahren
durchgeführt wurden. Seit 1973 stellt das Rettungszentrum des Bundeswehrkrankenhauses
einen integralen Bestandteil des Rettungswesens in der Freien und Hansestadt
Hamburg dar. Die Kombination der Ausbildung von Notärzten am Rettungszentrum
mit der Ausbildung von Rettungssanitätern und -assistenten in der Sanitätsschülerkompanie
unter enger Zusammenarbeit mit der Landesfeuerwehrschule und den Rettungswachen
der Berufsfeuerwehr machen das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg zu dem notfallmedizinischen
Kompetenzzentrum im Bereich des SanKdo I.
Die jüngst erfolgte Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft
der Notaufnahme mit angeschlossenem Aufnahmebereich für den zivilen Patienten,
die beabsichtigte Ausweitung der Einsatzbereitschaft des Notarztwagens auf 24
Stunden, die enge Zusammenarbeit mit zivilen Kliniken und andere Maßnahmen
steigern den Grad der Integration des Bundeswehrkrankenhauses in das Gesundheitswesen
der Freien und Hansestadt Hamburg. Gleichzeitig helfen diese Maßnahmen
mit, den Ausbildungsauftrag des Zentralen Sanitätsdienstes immer besser
erfüllen zu können, um unsere Kameraden in den Auslandseinsätzen
optimal versorgen zu können.
zurück
zum Seitenanfang
|