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Warum zog die Lachnerklinik um?


Im Januar 1995 hat die
Schwesternschaft der Krankenfürsorge des Dritten Ordens in München-Nymphenburg die Trägerschaft für die Kinderklinik an der Lachnerstraße übernommen. Da eine Generalsanierung der Klinik an Ort und Stelle unwirtschaftlich gewesen wäre, entstand nun ein kompletter Neubau für 124 Betten in der Franz-Schrank-Straße.

Der nach modernsten Gesichtspunkten konzipierte Neubau, der im Grundriss die Form eines Windrades zeigt, beherbergt auch die geburtshilfliche Abteilung des Krankenhauses Dritter Orden.


Die enge Verbindung zwischen Geburtshilfe und Neonatologie ist ein zukunftsweisender Fortschritt in der Neugeborenenversorgung. Damit entstand auf dem neuen Klinikgelände die Idealform eines "Perinatalzentrums".

Die Geburtsabteilung des Krankenhauses Dritter Orden ist bereits heute eine attraktive Anlaufstelle für werdende Mütter. Sie präsentiert sich nun auf einer noch größeren Fläche und mit speziellem Design in der Inneneinrichtung. Es wird viel getan, damit sich Mütter und Väter mit ihren Kindern hier wohlfühlen.

Die Kooperation zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen wird weitere Vorteile für die Behandlung unserer Kinder bieten.
Der künftigen Kinderklinik in Nymphenburg steht die gesamte Gerätetechnik eines großen Krankenhauses zur Verfügung.

Durch die Fusion des Krankenhauses Dritter Orden mit der Kinderklinik entstand ein Zentrum der medizinischen Versorgung für alle Altersstufen. Dabei spielt die Mitaufnahme der Eltern weiterhin eine große Rolle. Denn ihre Einbindung ist für den Genesungsprozess der Kinder von zentraler Bedeutung.

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Umzugsplanung

Neben zahlreichen Arbeitsgruppen und einem eigens gebildeten Integrationsteam zur Koordination aller Aktivitäten wurde die Kinderklinik von einer externen Beratungsfirma unterstützt. Dieses Unternehmen hat bereits zahlreiche Umzüge von Krankenhäusern erfolgreich begleitet und verfügte damit über wertvolle Erfahrungen in diesem Bereich.

Jeder, der sich schon einmal mit dem Thema "Umzug" befasst hat, weiß, dass man an viele verschiedene Dinge gleichzeitig denken muss:

  • Passt das vorhandene Mobiliar in die neue Wohnung?
  • Sind für die Elektrogeräte die entsprechenden Anschlüsse an der richtigen Stelle?
  • Wie ist der Transport der Umzugskisten organisiert?

Wie Sie sich leicht vorstellen können, ist der Umzug einer Kinderklinik und die notwendige Integration in ein bestehendes Klinikum weitaus komplexer. Im folgenden geben wir Ihnen eine kleine Auswahl an Kriterien:

  • Der eigentliche Umzug unserer Patienten vom Alt- in den Neubau erfolgtel an einem Tag. Nach dem Motto "Frühstück in der alten und Mittagessen in der neuen Klinik".
  • Die kontinuierliche Versorgung unserer Kinder und Jugendlichen hatte bei allen Umzugsaktivitäten höchste Priorität. Deshalb musste am Umzugstag die Versorgung der Patienten in beiden Kinderkliniken gewährleistet sein.
  • Damit der "Umzug" der Kinder und Jugendlichen unseres Hauses reibungslos funktionierte, wurde die Koordination der gesamten Krankentransporte für diesen Tag notwendig.

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Neue Strukturen

Durch die Einbindung der Kinderklinik in die bestehende Organisation des Krankenhauses Dritter Orden wurde klar, dass einige Aufgaben in Zukunft zentral für das gesamte Klinikum erbracht werden. So gibt es nur eine zentrale Küche für das gesamte Krankenhaus.
Das Küchenpersonal der jetzigen Kinderklinik arbeitete bereits in regelmäßigen Abständen in der Küche des Krankenhauses D
ritter Orden, um die Arbeitsabläufe und Räumlichkeiten kennen zu lernen.

Gleichzeitig hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, ihre Kenntnisse von einer kindgerechten Ernährung an das Personal des Krankenhauses Dritter Orden weiterzugeben.
Andere Aufgaben, wie die Arzneimittel- und Wäscheversorgung, wurden bereits vom Krankenhaus Dritter Orden übernommen.
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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informieren

In regelmäßigen Führungen durch den Neubau der Kinderklinik wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lachnerklinik mit ihrem neuen
Arbeitsumfeld vertraut gemacht.

Nach Fertigstellung der Klinik wurden vor der eigentlichen Inbetriebnahme zahlreiche Probeläufe durchgeführt. Dabei lernte das Personal, sich in den neuen Räumlichkeiten und Einrichtungen zu orientieren. Außerdem wurden alltägliche Arbeitsabläufe trainiert.

In dem bisherigen Krankenhausgebäude an der Lachnerstraße entstanden nach dem Umzug Personalwohnungen.
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Berufsfachschule "Kinderkrankenpflege"

Wie kam es zu dem Beruf der Kinderkrankenschwester? Die Entwicklung der beruflichen Kinderkrankenpflege im Sinne einer lehr- und lernbaren Tätigkeit lässt sich bis Ende des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen. Damals entstanden in Deutschland die ersten Säuglingsheime bzw. Kinderabteilungen. Ärzte und Krankenschwestern aus der Erwachsenenpflege bemühten sich damals, die hohe Säuglingssterblichkeit zu reduzieren.
1903 konnte in München das erste Säuglingsheim für Süddeutschland eröffnet werden. Um die Trägerschaft zu sichern, wurde der Verein "Säuglingsheim München e.V." gegründet. Da es jedoch für kranke Kinder an eigens ausgebildetem Pflegepersonal fehlte, wurde zusammen mit dem Verein "Säuglingsheim München e.V" auch die erste Bayerische Säuglingspflegerinnen-Schule - als Vorläuferin der späteren Berufsfachschule für Kinderkrankenpflege - ins Leben gerufen.
1904 konnten die ersten zehn Pflegeschülerinnen ihre Ausbildung zur Säuglingspflegerin beenden. Damit war die Vorraussetzung für die Gründung weiterer Säuglingsheime mit entsprechenden Pflegerinnen-Schulen auch außerhalb Bayerns geschaffen.

Was ist aus dem damaligen Beruf "Säuglingspflegerin" geworden? Die Anforderungen und Tätigkeitsfelder der beruflichen Kinderkrankenpflege haben sich im Laufe der Zeit erweitert und den neuen pflegerisch-medizinischen Erkenntnissen angepasst. Aus der Säuglingspflegerin mit einer sechsmonatigen Ausbildung hat sich der professionelle Pflegeberuf "Kinderkrankenschwester bzw. Kinderkrankenpfleger" mit einer dreijährigen Ausbildungsdauer entwickelt.

Das Krankenpflegegesetz schreibt in derzeit geltender Fassung eine dreijährige Ausbildungszeit mit mind. 1.600 Stunden Theorie und 3.000 Stunden Praxiseinsatz vor. Die Unterrichtsfächer mit jeweiligem Stundenanteil sind im Krankenpflegegesetz aufgeführt, ebenso die Aufgliederung für den Praxiseinsatz.

 Näheres kann unserem Schulprospekt entnommen werden.
 Telefonisch sind wir unter der Nummer 089 / 1795-1849 zu erreichen.

Ausbildungsziel
"Die Ausbildung für Kinderkrankenschwestern und Kinderkrankenpfleger soll die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zur verantwortlichen Mitwirkung bei der Verhütung, Erkennung und Heilung von Krankheiten vermitteln."


Schw. L. Maier

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